Ich bin Alex.
2021 hatte ich tiefen Liebeskummer. 2024 kam eine toxische Trennung dazu. Beides ist vorbei, und beides hat mich lange genug beschäftigt, dass ich anfangen konnte, darüber zu schreiben.
Nach der ersten Trennung stand mein Staubsauger zwei Monate im Flur. Mit zwei Katzen in der Wohnung. Ich bin jeden Tag dran vorbeigelaufen, hab die Haare auf dem Teppich gesehen und jeden Tag gedacht, morgen. Rasiert hab ich mich auch nicht. Von außen sah das aus wie faul. Innen war einfach kein Rest mehr da.
Ich hab damals gesucht, was jeder sucht. Nachts um zwei, mit dem Handy in der Hand. Gefunden hab ich zwei Sorten Texte. Die einen waren medizinisch und haben mir erklärt, was in meinem Körper passiert. Die anderen waren von Menschen, die sich Coach nennen und mir gegen Geld einen Weg raus verkaufen wollten, dessen Inhalt ich erst nach dem Bezahlen erfahren hätte.
Was gefehlt hat, war jemand, der einfach beschreibt, wie es ist. Ohne Versprechen. Ohne Zeitplan. Ohne den Tonfall von jemandem, der schon durch ist und jetzt von oben runterredet.
Eine Sammlung von Texten über die Zeit nach einer Trennung. Über das, worüber sonst niemand redet, weil es zu klein wirkt. Die scharfe Salami im Einkaufswagen, die man selbst nie isst. Der Sonntagnachmittag um kurz nach drei. Die zehnmal gedrückte Snooze-Taste.
Dazu der Wellenbrecher. Vierzehn Tage, jeden Morgen ein Audio, komplett kostenfrei. Du hörst meine Stimme und gehst die Tage, ohne dass du vorher irgendwas bezahlen oder entscheiden musst. Erst danach kannst du dich entscheiden, ob du weitergehst.
Dass die ersten vierzehn Tage nichts kosten, hat einen Grund. Nach einer toxischen Trennung kann man kaum noch jemandem vertrauen. Und genau in dem Moment soll man Hilfe kaufen, die man vorher nicht gesehen hat. Das wollte ich anders.
Ich bin kein Therapeut, kein Psychologe und kein Coach. Ich habe keine Ausbildung in irgendeinem dieser Berufe, und ich behandle niemanden. Was hier steht, ist meine Erfahrung und das, was ich von anderen gehört habe, die durch dasselbe gegangen sind.
Wenn du merkst, dass es tiefer geht als eine schwere Zeit, dann gehört das in professionelle Hände. Eine Therapeutin oder ein Therapeut kann Dinge, die ich nicht kann, und das ist keine kleinere Lösung, sondern die passendere.
Wenn du gerade in einer akuten Krise steckst oder Gedanken hast, dir etwas anzutun, dann ruf bitte die Telefonseelsorge an. 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr, kostenfrei und anonym. Auch online unter telefonseelsorge.de.
Ich schreibe so, wie ich am Tisch reden würde. Kurze Sätze. Keine Fachbegriffe. Keine Versprechen, wie lange irgendwas dauert, weil ich das nicht weiß und niemand sonst es weiß.
Ich sag dir auch nicht, dass alles gut wird. Ich sag dir, was gerade passiert und warum. Meistens reicht das schon, damit man sich weniger verrückt vorkommt.
Wenn du gerade da stehst, wo ich mal war, dann geh ein Stück mit mir.
Nach der Trennung
14 Tage. Jeden Morgen ein Audio. Der Wellenbrecher, kostenfrei.