Das Leben nach der Trennung

Die gemeinsame Sprache, die nach der Trennung wegfällt

Die gemeinsame Sprache, die nach der Trennung wegfällt

In jeder längeren Beziehung entsteht eine kleine eigene Sprache, und bei einer Trennung fällt die mit weg.

Das fängt harmlos an. Die Autokorrektur macht in einer Nachricht aus einem Wort ein anderes, ihr findet das kurz lustig, und dann bleibt es hängen. Zwei Jahre später ist das ein ganz normales Wort bei euch zu Hause, und keiner von euch weiß mehr, wie es vorher hieß.

Dazu kommen die Namen, die ihr füreinander hattet. Nicht die, die vor anderen fallen. Die anderen. Die, die es nur gab, wenn sonst keiner im Raum war, und die man in einer fremden Küche nie sagen würde. Ein Spitzname für den Nachbarn. Ein Geräusch aus dem anderen Zimmer, das hieß, ich hab dich gehört.

Am Ende ist das eine funktionierende Sprache mit ungefähr zwei Sprechern. Dann fällt einer weg.

Danach sitzt du mit neuen Leuten am Tisch, jemand sagt was, und in deinem Kopf steht sofort der Satz, den genau eine Person verstanden hätte. Du schluckst ihn runter. Oder du sagst ihn doch, erklärst drei Minuten lang, warum das lustig ist, und danach ist es das nicht mehr.

Das ist eine von den Sachen, die von außen kleiner aussehen, als sie sind. Für alle anderen ist ein Mensch gegangen. Bei dir sind gleichzeitig hundert Wörter tot, die es sonst nirgends gab, und dafür gibt es keine Stelle, an der man das anmeldet. Es ist dieselbe Sache wie bei den gemeinsamen Erinnerungen, die ab jetzt jeder für sich hat.

Neue Wörter entstehen wieder. Mit neuen Leuten, aus neuen Abenden, meistens genauso zufällig wie damals. Das dauert Jahre, und schneller geht es bei keinem.

Irgendwann sagt jemand anderes ein Wort falsch, und es bleibt.

Ich bin Alex. Tiefen Liebeskummer und eine toxische Trennung hab ich selbst hinter mir. Daraus ist der Wellenbrecher entstanden.

Vierzehn Tage, und du bist wieder da. Eine Mail am Morgen, mit einem Audio und einem Schritt für den Tag.

Zum Wellenbrecher. Kostenfrei.