Kopf und Körper nach der Trennung

Nach der Trennung in die Arbeit flüchten oder nichts mehr schaffen

Nach der Trennung in die Arbeit flüchten oder nichts mehr schaffen

Eine Trennung zeigt sich auf der Arbeit bei jedem anders, und von außen sieht nur eine der beiden Richtungen nach einem Problem aus.

Der eine schließt plötzlich ein Projekt nach dem anderen ab. Er übernimmt freiwillig das, was sonst keiner will. Wird eine Frist vorgezogen, ist da für eine Sekunde sogar so etwas wie Freude. Beim Spazieren am Sonntag hat er das Handy in der Hand, und abends beim Essen mit Freunden steht er einmal auf, geht raus und beantwortet auf dem Parkplatz drei Mails.

Zuhause hört das nicht auf. Die Fugen im Bad hat er letzten Samstag mit einer alten Zahnbürste gemacht. Zweieinhalb Stunden auf den Knien, danach war es halb sechs und der Abend war rum. Genau darum ging es.

Beim anderen läuft es umgekehrt. Er sitzt im Büro und macht dieselbe Mail auf wie gestern. Liest sie. Macht sie wieder zu. Seit neun Tagen. Sie wäre in zwei Minuten beantwortet, und trotzdem steht sie da.

Zuhause ist die Waschmaschine voll, der Korb überfüllt, und der Rest liegt in der Badewanne. Duschen geht trotzdem, man schiebt die Sachen halt zur Seite. Irgendwann ist die Badewanne einfach der Ort, wo die Wäsche liegt.

Der eine hält den Kopf besetzt, damit nichts anderes drankommt. Beim anderen ist er längst besetzt, und für die Mail bleibt nichts übrig. Beide sind den ganzen Tag mit derselben Sache beschäftigt. Beim einen sieht es nach Fleiß aus.

Irgendwann ist die Mail beantwortet, ohne dass es ein besonderer Tag war. Irgendwann bleibt das Handy am Sonntag in der Tasche. Beides passiert leise, und meistens merkt man es erst Wochen später.

Bis dahin kriegt der eine dafür Lob und der andere irgendwann ein Gespräch mit dem Chef. Und beide reden dabei über alles außer über die Trennung.

Ich bin Alex. Tiefen Liebeskummer und eine toxische Trennung hab ich selbst hinter mir. Daraus ist der Wellenbrecher entstanden.

Vierzehn Tage, und du bist wieder da. Eine Mail am Morgen, mit einem Audio und einem Schritt für den Tag.

Zum Wellenbrecher. Kostenfrei.